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Ausländische Quellensteuer: Ohne Nachweis keine Anrechnung auf deutsche Steuerschuld

Als „Quellensteuer“ bezeichnet man eine Steuer, die direkt an der Quelle der Auszahlung von der Leistungsvergütung abgezogen und an das Finanzamt abgeführt wird. Sie fällt beispielsweise auf das Honorar eines deutschen Künstlers an, der im Ausland auftritt, und wird direkt vom Veranstalter an das ausländische Finanzamt abgeführt. Der Künster kann die ausländische Steuer unter bestimmten Voraussetzungen später wieder auf seine deutsche Einkommensteuerschuld anrechnen.

Welche Voraussetzungen das sind, lässt sich am Fall einer deutschen Künstlerin aufzeigen, die im EU-Ausland als DeeJane aufgetreten war: Ihr Auftraggeber hatte einen Teilbetrag ihrer vertraglich vereinbarten Honorare einbehalten, um die ausländische Quellensteuer zu bezahlen. Da sie hierfür aber nur zum Teil geeignete Nachweise der ausländischen Finanzverwaltung vorlegen konnte, setzte das Finanzamt die vereinbarten Honorare in voller Höhe als Betriebseinnahmen an.

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